Aluminiumgießerei · Janikowo bei Poznań

Aluminiumguss

Aluminiumguss bedeutet, Bauteile durch Eingießen einer flüssigen Aluminiumlegierung in eine Form herzustellen. Aluminium schmilzt bei ca. 660°C, Aluminium-Gusslegierungen werden üblicherweise bei ca. 680–760°C vergossen – deutlich niedriger als Gusseisen oder Stahl. Deshalb lässt sich Aluminium in Sandformen, in Kokillen und unter Druck gießen.

Ablauf des Aluminiumgusses

  1. Vorbereitung der Charge – Masseln aus einer Legierung mit bekannter Zusammensetzung, z. B. nach PN-EN 1676, und gegebenenfalls sortenrein ausgewählter eigener Kreislaufschrott.
  2. Schmelzen – im Ofen mit Temperaturkontrolle; Überhitzung erhöht die Wasserstoffaufnahme und die Oxidation des Metalls.
  3. Raffination und Veredelung – Entfernen von Gasen und Oxiden sowie Kornfeinung des Gefüges, z. B. Veredelung des Siliziums.
  4. Abgießen der Form – ruhig und ohne Verwirbelungen, die Oxide in das Metall einziehen.
  5. Erstarrung – gerichtet geführt, sodass die Speiser das Gussteil nachspeisen und keine Schwindungshohlräume (Lunker) entstehen.
  6. Nachbearbeitung – Ausleeren der Form, Entfernen des Gusssystems, Schleifen, Kontrolle und Bearbeitung.

Häufigste Fehler bei Aluminiumgussteilen

  • Gasporosität – im flüssigen Metall gelöster Wasserstoff scheidet sich beim Erstarren aus; vermeiden lässt sie sich durch Raffination und die richtige Temperatur.
  • Porosität und Schwindungslunker – fehlende Nachspeisung dicker Querschnitte mit Metall; Abhilfe schaffen Speiser und eine gießgerechte Konstruktion.
  • Oxideinschlüsse – Oxidhäute, die bei turbulentem Gießen in das Gussteil eingezogen werden.
  • Fehlguss – das Metall erstarrt, bevor es dünne Querschnitte füllt; entscheidend sind die Temperatur von Metall und Form.
  • Warmrisse – Folge von Spannungen während der Erstarrung, abhängig von Legierung und Geometrie.

Weitere praktische Beispiele haben wir im Artikel über die häufigsten Fehler beim Sandguss von Aluminium beschrieben.

Warum man Aluminium nicht zu Hause gießen sollte

Das Gießen zu Hause aus Dosen oder Schrott liefert Gussteile unbekannter Zusammensetzung, voller Poren und Oxide, und ist zudem gefährlich: Kommt flüssiges Metall mit Feuchtigkeit in Kontakt, drohen heftige Spritzer. Für technische Bauteile benötigt man eine Legierung definierter Zusammensetzung, ein kontrolliertes Schmelzen und eine für das jeweilige Gussteil ausgelegte Form.

Aluminiumguss in unserer Gießerei

Wir schmelzen zertifiziertes Einsatzmaterial in drei Öfen mit digitaler Schmelzeüberwachung und raffinieren und veredeln das Metall vor dem Abguss. Wir gießen in Kokillen (von 0,1 bis 50 kg), in Sandformen (von 1 bis 100 kg) und im Druckguss – in Serien bis 100 000 Stück pro Jahr. Wie Sie das passende Verfahren auswählen, beschreiben wir auf der Seite Aluminiumguss – Auswahl des Verfahrens.

Kurz gefasst: Aluminiumguss umfasst die Vorbereitung der Charge, das Schmelzen, die Raffination und Veredelung, das Abgießen der Form, die Erstarrung und die Nachbearbeitung. Aluminiumlegierungen werden üblicherweise bei ca. 680–760°C vergossen. Die häufigsten Fehler sind Gas- und Schwindungsporosität, Oxideinschlüsse und Fehlguss.

Siehe auch: Aluminium-Gusslegierungen, Kokillenguss, Sandguss i Druckguss.

Sie benötigen Aluminiumgussteile? Senden Sie uns Ihre Zeichnung oder Ihr 3D-Modell an odlewnia@adjatech.pl oder rufen Sie uns an: +48 61 662 43 37 (Mo–Fr 8:30–16:30 Uhr).

Leistungsumfang: Fertigungsangebot der Gießerei.